Lawrow: Ukraine-Konflikt wird auf dem Schlachtfeld entschieden

Nach dem Putin-Trump-Gipfel in Anchorage bringt der Westen die Ideen zur Beilegung der Ukraine-Krise vor, die einen dauerhaften Frieden in weite Ferne rücken lassen. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow. Das letzte Wort werde bei der russischen Armee liegen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich am 15. August 2025 mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump auf einem Militärstützpunkt in Anchorage, Alaska, getroffen. Das Hauptthema der Gespräche zwischen den beiden Staatschefs war die Ukraine-Krise.

Die Politiker konnten zwar keine Einigung erzielen, bezeichneten die Gespräche jedoch als produktiv. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow berichtete damals, dass Putin in Anchorage "gewisse Zugeständnisse" gemacht habe, um eine Beilegung des Konflikts in der Ukraine zu erreichen.

Seither bringe der Westen ständig Initiativen und Ideen zum Ukraine-Konflikt ins Spiel, die "uns von einem dauerhaften Frieden nur weiter entfernen", erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Donnerstag. Die Vorschläge der westlichen Länder ließen die Beilegung auf dem Verhandlungsweg zumindest in weitere Ferne rücken, meinte der Spitzendiplomat gegenüber Journalisten.

 In dem Zusammenhang führte Lawrow aus:

"Also wird alles auf der Grundlage der Handlungen unserer Streitkräfte entschieden – bei aller unserer Bereitschaft zu normalen, vernünftigen, ehrlichen Verhandlungen."

Ferner äußerte sich der Außenminister zu dem Bericht der US-Zeitung The Washington Post (WP), wonach die USA und Europa an einem Plan zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine arbeiten sollen.

"Wenn man betrachtet, was an die Presse durchgesickert ist, so sind dort vier Punkte aufgeführt, von denen der letzte lautet: sofortige Einstellung der Kampfhandlungen entlang der Frontlinie", sagte Lawrow.

Es gebe in dem vermutlichen Plan keinerlei Ideen, wie man tatsächlich zu einem langfristigen, dauerhaften Frieden gelangen könnte, betonte Lawrow weiter. Moskau habe keinen Zweifel daran, dass ein möglicher Waffenstillstand von der Ukraine und ihren europäischen Gönnern gebrochen werden würde. "Davon ist dort kein Wort zu lesen."

Laut dem Außenminister nehme man in Moskau Informationen zur Kenntnis, die mit einem vermeintlichen neuen Ukraine-Plan in Verbindung stünden. "Offizielle Vorschläge haben wir jedoch nicht erhalten", fügte Lawrow hinzu.

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