Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Pakistans Premier: US-Iran-Abkommen wohl binnen 24 Stunden finalisiert

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Pakistans Premier: US-Iran-Abkommen wohl binnen 24 Stunden finalisiertQuelle: Gettyimages.ru © Tingshu Wang / Pool
  • 13.06.2026 15:40 Uhr

    15:40 Uhr

    IRIB: Die Beisetzung von Ali Chamenei findet am 9. Juli statt

    Die Trauerfeierlichkeiten für den ehemaligen obersten Führer Irans, Ali Chamenei, und seine Beisetzung finden vom 4. bis 9. Juli statt. Dies teilte der staatliche Rundfunk- und Fernsehsender IRIB mit. Die Abschiedsfeier soll in der Chamenei-Moschee in Teheran abgehalten werden, die Beisetzungszeremonie erfolgt am 6. Juli in Teheran und am 7. Juli in Qom. Die Beisetzung findet am 9. Juli in Maschhad, der Heimatstadt von Ali Chamenei, statt.

    Ali Chamenei wurde am 28. Februar durch einen US-israelischen Luftschlag gegen Teheran getötet. Auch mehrere seiner Familienmitglieder und weitere hochrangige Beamte starben bei dem Angriff, der späteren Berichten zufolge, von langer Hand durch Spionage-Aktivitäten vorbereitet wurde. Der 86-jährige Ali Chamenei war das politische und religiöse Oberhaupt der mehrheitlich schiitischen Islamischen Republik Iran. Zugleich war er die höchste geistliche Instanz im Rang eines Ajatollah und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Durch seinen gewaltsamen Tod erlangte er den Märtyrer-Status. 

    Das iranische Staatsfernsehen verkündete den Tod Chameneis mit der Mitteilung: "Seine Heiligkeit Imam Chamenei ist ins höchste Königreich aufgestiegen, indem er den süßen Nektar des Märtyrertums während des gesegneten Monats Ramadan getrunken hat." Als Nachfolger im Amt des obersten Führers Irans wurde der 56-Jährige Sohn Chameneis, Modschtaba, gewählt. 

  • 14:03 Uhr

    Pakistans Premier: US-Iran-Abkommen vermutlich in den nächsten 24 Stunden abgeschlossen

    Das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran wird wohl innerhalb der nächsten 24 Stunden endgültig vereinbart, erklärt der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif. In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt der Regierungschef:

    "Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor. Die Finalisierung wird wahrscheinlich in den nächsten 24 Stunden erfolgen. Pakistan bereitet sich darauf vor, das Abkommen gleich danach elektronisch zu unterzeichnen."

    In der kommenden Woche würden Gespräche auf technischer Ebene folgen, betont der Premierminister.

    Sharif bedankte sich bei den USA und Iran für das anhaltende Engagement während der Verhandlungen sowie bei den Ländern der Region für ihre Unterstützung. Das historische Abkommen werde eine feste Grundlage für dauerhaften Frieden bilden, schrieb der Pakistaner zuversichtlich.

  • 12.06.2026 20:39 Uhr

    20:39 Uhr

    Trump repostet Araghtschi und nennt Beitrag des iranischen Außenministers "sehr positiv"

    Die Anzeichen für eine Einigung im US-amerikanisch-iranischen Konflikt verdichten sich weiter. Am späten Nachmittag hat US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social kommentarlos einen X-Post des iranischen Außenministers Seyed Abbas Araghtschi abgebildet, der auf eine baldige Einigung zwischen beiden Ländern gemäß des Islamabad Memorandum of Understanding hoffen lässt.

    Außerdem verkündete die US-amerikanische Nachrichten-Website Axios, mit dem US-Präsidenten telefonisch gesprochen zu haben. Demnach hat US-Präsident Trump erklärt, er halte den Beitrag des iranischen Außenministers für "sehr positiv". Er sei weiterhin der Ansicht, dass eine Einigung noch dieses Wochenende oder am kommenden Montag erzielt werden könne.

    Des Weiteren erklärte Trump, er habe eine öffentliche Klarstellung von Medienberichten gefordert, denen zufolge Iran unmittelbar nach Unterzeichnung des Abkommens eingefrorene Vermögenswerte in Milliardenhöhe zurückerhalten werde. Iranische Medien wie die Nachrichtenagentur Mehr News hatten heute über eine solche geplante Vermögensfreigabe berichtet. Trump zufolge habe sich Iran mittlerweile "für die Verbreitung falscher Informationen entschuldigt".

  • 20:23 Uhr

    Pakistans Premierminister Sharif verkündet Einigung bei Iran-USA-Verhandlungen

    Heute Abend verkündigte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, es sei nun eine endgültige Textfassung bei den Friedensverhandlungen zwischen Iran und den USA erzielt worden. Eine Einigung in Richtung Frieden sei so greifbar wie noch nie.

    Auf der Plattform X schrieb Sharif: "Angesichts anhaltender intensiver Vermittlungsbemühungen Pakistans sind wir uns der unablässigen Desinformationskampagne voll bewusst, die von jenen geführt wird, die den Friedensvertrag sabotieren wollen. Abgesehen vom Lärm können wir bestätigen, dass ein endgültiger, vereinbarter Text des Friedensvertrags erreicht wurde und Pakistan nun eng mit beiden Seiten zusammenarbeitet, um die nächsten Schritte zu finalisieren. Der Frieden war noch nie so nah wie jetzt."

    Irans Nachbarland Pakistan hatte eine wichtige Rolle in den Verhandlungen zwischen den kriegführenden Parteien USA und Iran gespielt. Nach dem israelischen und US-amerikanischen Angriff auf Iran hatte sich beispielsweise im April 2026 eine 70köpfige iranische Delegation mit einer US-Abordnung rund um Vizepräsident JD Vance in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getroffen.

  • 19:42 Uhr

    Experte: Trump will Iran-Deal wegen steigender Ölpreise erzwingen

    US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA und der Iran stünden kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens, das Teheran dauerhaft am Besitz von Atomwaffen hindern soll. Auch Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte, dass der Text weitgehend fertiggestellt sei, verwies jedoch auf Widersprüche in der US-Position.

    Laut iranischen Medien sieht der Entwurf unter anderem ein Ende der Kampfhandlungen, den Abzug US-amerikanischer Truppen aus der Region sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor.

    Im Gespräch mit uns sagte Ahmad Hussam, Gründer von Propaganda & Co., das größte Hindernis sei derzeit weniger der Vertragstext als das fehlende Vertrauen: Trump wolle angesichts steigender Ölpreise rasch eine Einigung erzwingen, doch Teheran nehme seine Drohungen und Versprechen kaum noch ernst.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 18:23 Uhr

    "Rassistische Entscheidung eines rassistischen Präsidenten" – Fußballfans im Gazastreifen

    Anders als bei den Fußball-Asienmeisterschaften konnte die Nationalmannschaft Palästinas sich nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird. Die vertriebenen und unter schwierigen Bedingungen in Zeltlagern im Gazastreifen lebenden Palästinenser fiebern dennoch mit.

    Auch die Skandale um Visa-Vergabe, Einreiseverbote und weitere politisierte Entscheidungen werden hier aufmerksam verfolgt. Die Zurückweisung des somalischen Schiedsrichters Omar Artan, der 2025 zum besten männlichen Schiedsrichter Afrikas gewählt wurde, sei nichts weiter als "eine rassistische politische Entscheidung eines rassistischen Präsidenten [Donald Trump]", so einer der Fans.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:55 Uhr

    Trump erhebt Vorwürfe gegen Iran nach Deal-Berichten

    US-Präsident Donald Trump hat sich auf seiner Social-Media-Plattform zu Berichten über einen möglichen Deal mit Iran geäußert und diese entschieden zurückgewiesen.

    Trump erklärte, die von Iran an die Medien weitergegebenen angeblichen Bedingungen hätten "nichts mit den schriftlich vereinbarten Bedingungen zu tun". Die iranischen Aussagen über eine Einigung stünden "in keinerlei Beziehung zur Wahrheit".

    Zugleich warf Trump der iranischen Führung vor, nicht in gutem Glauben zu verhandeln. Wörtlich bezeichnete er sie als "sehr unehrenhafte Menschen", mit denen es keine Verhandlungen nach Treu und Glauben gebe.

    Darüber hinaus verurteilte Trump einen nach seinen Angaben vollständig abgewehrten Drohnenangriff auf indische Schiffe, die die Straße von Hormus verlassen hätten. Dies sei "völlig inakzeptabel", erklärte er und forderte Iran dazu auf, "sich zusammenzureißen – und zwar schnell".

  • 15:45 Uhr

    Auch Pakistan spricht von Fortschritten in den Verhandlungen

    Nach ersten Signalen über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat am Freitag die Hoffnung auf eine "anhaltende Verständigung und eine friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf der Plattform X mitteilte.

    Dialog und Diplomatie seien der einzige Weg zu einem langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen wiederholt Botschaften zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Bereits im April hatten sich deren Vertreter zu Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.

  • 15:00 Uhr

    Netanjahu: Mit Trump einig – Iran darf keine Atombombe bekommen

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angesichts der Berichte über ein möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den USA und Iran bekräftigt, dass Iran keine Atomwaffen besitzen werde. Er erklärte, in dieser Frage bestehe vollständige Einigkeit mit US-Präsident Donald Trump.

    Netanjahu betonte zudem, seine Politik habe bislang verhindert, dass Iran Atomwaffen entwickeln könne, und kündigte an, diesen Kurs auch künftig fortzusetzen.

    "Seit mehr als 30 Jahren stehe ich an vorderster Front des internationalen Kampfes gegen das iranische Atomprogramm."

    Ohne diesen Einsatz hätte Iran längst über Atomwaffen verfügt, "um Israel zu zerstören", so seine Darstellung.

    "Iran arbeitet daran, den jüdischen Staat zu vernichten, und ich habe mein Leben dem Ziel gewidmet, dies zu verhindern."

    "Solange ich Ministerpräsident Israels bin, wird das nicht geschehen."

  • 14:45 Uhr

    Teheran: Straße von Hormus wird nicht wie vor dem Krieg betrieben

    Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die künftige Verwaltung der Straße von Hormus im Rahmen eines regionalen Dialogs zwischen Teheran und Oman sowie durch gemeinsame Entscheidungen geregelt werden soll.

    Teil des Memorandums of Understanding sei zudem, dass sich die USA verpflichten, während der Verhandlungen keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region zu stationieren und keine neuen Sanktionen zu verhängen, hieß es in dem IRNA-Bericht.

    Zuvor hatte Präsident Trump Oman davor gewarnt, sich in Fragen der Kontrolle über die Meerenge einzumischen, und dabei scharf formulierte Drohungen gegen Maskat ausgesprochen.

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