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Trump feuert US-Botschafterin – sie soll Griechenland erpresst haben

US-Präsident Trump hat die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberley Guilfoyle, nach angeblichen Umsturzdrohungen gegen Griechenland entlassen. Guilfoyle sieht sich außerdem mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert.
Trump feuert US-Botschafterin – sie soll Griechenland erpresst haben© Urheberrechtlich geschützt

US-Präsident Donald Trump hat seine Botschafterin in Griechenland, Kimberley Guilfoyle, entlassen, nachdem diese von einem Großspender der republikanischen Partei Geldzuwendungen im Austausch für politische Gefälligkeiten (im politischen Jargon der USA "pay to play" genannt) gefordert – und im Rahmen ihrer diplomatischen Tätigkeit angeblich mit dem Sturz der griechischen Regierung gedroht hatte.

Guilfoyles Ausscheiden wurde am Dienstag von der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, bekannt gegeben; sie teilte Journalisten mit:

"Wir haben Botschafterin Guilfoyle gebeten, zurückzutreten."

Trump selbst bekräftigte dies kurz darauf ebenfalls vor Pressevertretern:

"Sie hatte gute Arbeit geleistet, doch dann hat uns nicht gefallen, was wir so gelesen haben."

Kurz zuvor hatten Trump und Guilfoyles unmittelbarer Vorgesetzter, US-Außenminister Marco Rubio, ihre Entlassung bereits in Betracht gezogen (RT DE berichtete) – nun ist es offiziell.

Guilfoyle, die zuvor mit Trumps ältestem Sohn Donald Jr. verlobt war, wurde im vergangenen September als Botschafterin in Griechenland vereidigt. Weniger als ein Jahr später berichtete das Wall Street Journal (WSJ), sie nutze ihre Position, um Lobbyarbeit für den griechischen Energiemagnaten Alexandros Exarchou zu betreiben: Guilfoyle soll mehrere Regierungen auf dem Balkan unter Druck gesetzt haben, Flüssigerdgas (LNG) aus US-Beständen über Exarchous Unternehmen, die Aktor Group, zu kaufen. Darüber hinaus reiste sie in dessen Privatjet nach Davos.

Bei einem Treffen mit griechischen Regierungsvertretern im März 2026 soll Guilfoyle damit gedroht haben, die Regierung von Premierminister Kyriakos Mitsotakis zu stürzen – auch hier ging es darum, dass der griechische Regierungschef Flüssigerdgas aus US-Depots kaufen sollte, um im Amt zu bleiben.

Berichten zufolge brüstete sich Guilfoyle damit, den Sturz des rumänischen Premierministers Ilie Bolojan herbeigeführt zu haben – und zwar auch dies im Zusammenhang mit LNG: Dieser hatte zwar das von den USA unterstützte Projekt "Vertical Gas Corridor" befürwortet – sich jedoch gleichzeitig geweigert, weiteres LNG aus US-Speichern einzukaufen, da Rumäniens heimische Erdgasspeicher bereits ausreichend gefüllt waren. Den griechischen Energieminister Stavros Papastavrou soll die Diplomatin gewarnt haben:

"Wir können das mit jedem beliebigen Land machen. Wir können das auch hier tun."

Papastavrou bestritt später, dass Guilfoyle "Druck ausgeübt oder Drohungen gegen unser Land ausgesprochen" habe. Er ging jedoch nicht auf die Behauptung des WSJ ein, die Botschafterin habe eine Rolle beim Sturz Bolojans gespielt.

Die Zeitung veröffentlichte etwas später eine durchgesickerte Tonaufnahme, in der Guilfoyle einem US-amerikanischen Geschäftsmann erklärte, sie könne ihm "verdammt viel Geld" verschaffen, wenn er ihr eine Einladung zu einem Abendessen in Davos im Januar besorge. Zum Überlaufen kam das Fass schließlich vergangene Woche durch die Aussage von Eric Deters, einem Spender für Trump, gegenüber MS Now: Guilfoyle habe ihn um 100.000 Dollar gebeten, um ihre Kreditkartenrechnung zu begleichen, und ihm im Gegenzug Zugang zur Trump-Regierung in Aussicht gestellt.

"Da ging es eindeutig um eine 'Quid pro quo'-Interaktion."

Deters bezeichnete Guilfoyle zudem als "Betrügerin".

In einem Beitrag in den sozialen Medien, wo sie auf ihre Entlassung einging, bezeichnete Guilfoyle die "jüngsten Vorwürfe" gegen sich selbst als falsch:

"Ich habe die Absicht, meinen Namen, meinen Ruf und meine Integrität nachdrücklich zu verteidigen.

Ich werde nicht zulassen, dass falsche Anschuldigungen mein jahrzehntelanges Wirken im öffentlichen Dienst definieren."

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