
Reparaturen im AKW Tschernobyl: London stellt Kiew Millionenbetrag bereit

London will die Ukraine mit einem Betrag in Millionenhöhe unterstützen, damit das Land Reparaturarbeiten im Atomkraftwerk Tschernobyl abschließen kann. Zu dem Zweck soll Kiew 17 Millionen Pfund Sterling (nach heutigem Kurs über 22 Millionen US-Dollar) erhalten, wie aus einer Mitteilung der britischen Regierung hervorgeht.
Wie es heißt, werde diese Unterstützung es ermöglichen, eine Grundinstandsetzung zu finanzieren. Dabei sollten demnach die Abdichtungs- und Lüftungssysteme in der nuklearen Anlage wiederhergestellt und deren voraussichtliche Lebensdauer verlängert werden.
"Ohne Instandsetzung kann die Korrosion langjährige internationale Investitionen untergraben und langfristige Risiken für die Umwelt und die Sicherheit schaffen", heißt es in der Mitteilung der britischen Regierung weiter.

Nach der bislang größten Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie am Reaktorblock 4 im April 1986 wurde das AKW Tschernobyl endgültig vom Netz genommen.
Am Tag des Beginns der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2025 war in den sozialen Medien ein Video eines Drohnenangriffs auf die Schutzhülle des Kernkraftwerks aufgetaucht. Ukrainische Medien berichteten damals, die Atomanlage sei von einer Kampfdrohne getroffen worden.
Das Kiewer Regime beschuldigte Russland des Vorfalls, legte jedoch keinerlei Beweise vor. In der russischen Staatsduma (im Unterhaus des Parlaments) wurde der Drohnenangriff als eine von Kiew inszenierte Provokation im Vorfeld der Großveranstaltung in München bezeichnet.
Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, dass Angriffe des russischen Militärs auf Einrichtungen der nuklearen Infrastruktur ausgeschlossen seien. Jegliche Behauptungen, Russland nehme kerntechnische Anlagen ins Visier, seien Provokationen und Falschmeldungen. Kiew schrecke nicht davor zurück, zu solchen Mitteln zu greifen, betonte Peskow.
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